Lehrstunde gegen die SG Schleswig

Schiedsrichter: Mohamad Ahmad
Zuschauer: 50
Spielbericht vom 23. August 2026
D3: Lehrreiches erstes Pflichtspiel gegen die SG Schleswig II
Gerade einmal eine Woche war der offizielle Trainingsstart her – und schon stand für unsere D3 das erste Pflichtspiel der neuen Saison auf dem Programm. Viel Zeit, um sich einzuspielen, blieb also nicht. Doch bevor es im heimischen Manfred-Werner-Stadion gegen die SG Schleswig II um Punkte ging, nutzten wir noch die Gelegenheit für einen letzten Test.
Ein lehrreicher Test gegen Rot-Weiß Kiebitzreihe
Im Anschluss an unser Vorbereitungsturnier in Lindewitt ging es gegen Rot-Weiß Kiebitzreihe, die sich zu einem Trainingslager in Flensburg aufhielten. Für unsere Spieler war es eine gute Gelegenheit, gegen eine Mannschaft aus dem Elmshorner Raum anzutreten und noch einmal verschiedene Positionen und Abläufe auszuprobieren.
Alle Spieler, die sich für das Testspiel angemeldet hatten, kamen zum Einsatz. Allerdings erwischten wir einen denkbar schlechten Start. Die erste Halbzeit verschliefen wir nahezu komplett und lagen nach 30 Minuten bereits mit 0:4 zurück. Dass es nicht noch deutlicher wurde, war vor allem Julius zu verdanken, der uns mit mehreren starken Paraden im Spiel hielt.
In der zweiten Halbzeit waren wir dann deutlich wacher und kamen schnell zum 1:4-Anschlusstreffer. Anschließend fehlte uns allerdings die nötige Entschlossenheit, der Zug zum Tor und hier und da auch das berühmte Quäntchen Glück. So blieb es beim 1:4.
Trotz der Niederlage konnten wir aus diesem Spiel viel mitnehmen und wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben sammeln.
Ein großes Dankeschön geht an Marc, sein Trainerteam und ganz besonders an die Spieler von Rot-Weiß Kiebitzreihe für ein tolles und faires Testspiel. Eure Einladung zu eurem Hallenturnier nehmen wir sehr gerne an – hoffentlich sehen wir uns bald wieder! Für eure Saison wünschen wir euch viel Erfolg.
Viel Zeit, das Gelernte umzusetzen, blieb allerdings nicht. Bereits am nächsten Tag wartete mit der SG Schleswig II unser erster Pflichtspielgegner.
Punktspielauftakt im Manfred-Werner-Stadion
Am 23. August 2026 war es dann so weit: Unser erstes Punktspiel stand an – und das direkt auf heimischem Kunstrasen im Manfred-Werner-Stadion.
Diesmal wurde der Kader nach den gezeigten Trainingsleistungen zusammengestellt. Julius begann im Tor. Davor bildeten Khaled, der frischgebackene Kapitän Younes und Lenn die Abwehr. Aras und Khalil sollten im zentralen Mittelfeld für Ordnung sorgen, während Kalle auf der linken und Bjarne auf der rechten Seite agierten. Als einzige Spitze sollte Lio vorne für Unruhe sorgen.
Pünktlich konnten wir unsere Gäste aus Schleswig begrüßen. Die SG Schleswig II trat mit einer Mannschaft an, die fast ausschließlich aus Spielern des Jahrgangs 2014 bestand und uns damit in der D-Jugend bereits ein Jahr Erfahrung voraus hatte.
Geleitet wurde die Partie von Mo, der mittlerweile offensichtlich großen Gefallen an seiner neuen Rolle als Schiedsrichter gefunden hat und an diesem Tag bereits sein zweites Spiel leitete. Vielen Dank dafür!
Guter Beginn, aber zu wenig Mut
Den besseren Start erwischten zunächst wir. Lenn setzte sich auf der linken Seite stark durch und legte den Ball mustergültig für Bjarne auf. Sein Abschluss verfehlte den rechten Pfosten allerdings nur um Haaresbreite.
In den ersten zehn Minuten hatten wir etwas mehr vom Spiel, konnten daraus aber noch keine klaren Torchancen entwickeln. Danach kam Schleswig immer besser in die Partie. Schnell wurde deutlich, dass die Gäste bei ihren Laufwegen und internen Abläufen bereits sehr gut eingespielt waren.
Bei uns hingegen fehlte es noch an einem klaren Aufbauspiel. Gerade bei den zweiten Bällen waren wir häufig einen Schritt zu spät. Teilweise agierten wir zu zögerlich – ja, phasenweise sogar zu ängstlich.
Das wurde uns in der 20. Minute zum Verhängnis. Schleswig bekam den Ball zu Paul Gatermann mit der Nummer 6, der völlig unbedrängt bis an die Strafraumgrenze laufen konnte. Auch sein Schuss wurde nicht entscheidend gestört. Der Ball flog unhaltbar in den rechten Winkel – 0:1.
Ein bitterer Rückschlag, doch wir gaben nicht auf. Mit großem kämpferischem Einsatz gelang es uns immer wieder, den Spielaufbau der Schleswiger zu stören. Dadurch kamen auch die Gäste kaum zu weiteren nennenswerten Möglichkeiten. Gleichzeitig schafften wir es aber ebenfalls nicht, uns selbst klare Chancen zu erspielen.
Kurz vor der Halbzeit folgte dann eine äußerst unglückliche Situation. Schleswig bekam einen Eckball von der linken Seite. Khaled stand am kurzen Pfosten und ging zum Kopfball. Er erwischte den Ball nicht richtig, sodass dieser nach unten gegen den Pfosten prallte und von dort zwischen seinen Beinen hindurch ins Tor sprang.
0:2.
Unglücklich? Absolut. Ein Fehler, für den man jemandem die Schuld geben kann? Ganz sicher nicht. Solche Dinge passieren im Fußball. Also: Kopf hoch und weitermachen!
Chancen da – aber Schleswig schlägt eiskalt zu
Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierten wir uns deutlich mutiger und erspielten uns gleich zwei bis drei richtig gute Möglichkeiten.
Zweimal war es Bjarne, einmal Erik, die alleine vor dem Schleswiger Tor auftauchten – doch jedes Mal blieb der Schlussmann der Gäste Sieger.
Und dann folgte eine dieser Fußballweisheiten, die niemand gerne hört:
Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein.
Ein strammer Flachschuss aus halbrechter Position wurde auf dem feuchten Kunstrasen immer schneller. Julius konnte den Ball nicht festhalten und musste mit ansehen, wie dieser zum 0:3 ins Netz rutschte.
Besonders bitter für unseren Keeper, der uns zuvor mit mehreren starken Paraden im Spiel gehalten hatte. Julius war sichtlich geknickt. Doch genau hier zeigte er große Moral: Frust abschütteln, Kopf hoch und weitermachen.
Und nur wenige Augenblicke später war er wieder zur Stelle. Mit einer spektakulären Fußabwehr verhinderte er glänzend den nächsten Treffer.
Wir gaben uns weiterhin nicht auf und kamen durch Khalil noch einmal zu einer richtig guten Gelegenheit. Nach einem Freistoß aus rund 17 Metern traf er den Ball perfekt. Doch auch diesmal war der Schleswiger Torhüter Emilian Aßmann zur Stelle und verhinderte mit einer starken Parade unseren Ehrentreffer.
Die anschließende Ecke brachte noch einmal Gefahr und sogar einen Pfostentreffer. Doch anstatt selbst den Anschlusstreffer zu erzielen, mussten wir im direkten Gegenzug das 0:4 hinnehmen. Schleswig spielte den Konter hervorragend aus und Jason Momberger mit der Nummer 9 blieb vor Julius eiskalt und schob den Ball zum Endstand ins Tor.
SG Schleswig II gewinnt mit 4:0.
Trotz 0:4: Dieses Spiel macht Mut
Natürlich tut eine 0:4-Niederlage im ersten Punktspiel weh. Doch wenn man genauer hinschaut, war dieses Spiel keineswegs ein Grund, den Kopf hängen zu lassen.
Über weite Strecken ist es uns gelungen, die SG Schleswig zu neutralisieren. Wir haben gekämpft, uns gegenseitig unterstützt und gerade in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir durchaus in der Lage sind, uns gute Torchancen zu erspielen.
Dass unsere Abläufe nach gerade einmal einer Trainingswoche noch nicht perfekt funktionieren, ist völlig normal. Die Positionen sind für viele Spieler zunächst Orientierungspunkte und noch keine festen Abläufe. Auch das eine oder andere Defizit ist deutlich sichtbar geworden.
Aber genau dafür sind solche Spiele da.
Wir wollen unsere Spielphilosophie konsequent weiterentwickeln, an unseren Abläufen arbeiten und aus jedem Spiel lernen. Der erste Pflichtspielsieg wird kommen – davon sind wir überzeugt.
Jetzt heißt es: Kopf hoch, weiterarbeiten und gemeinsam den nächsten Schritt machen!














